
Leider herrscht in der Musikindustrie seit einigen Jahren das Gesetz der Lautheit. Dieser so genannte “Loudness War” führte seit Einführung der CD und entwicklung digitaler Masteringverfahren, die gegenüber analogem Equipment extremste Einstellungen realisierbar machten, zu immer lauteren Tracks denen jedoch immer mehr die Dynamik fehlt. Doch gerade die Dynamik ist es die ein Arrangement und das Soundbild ausmacht.
Die Pleasurize Music Foundation hat sich zum Ziel gesetzt ein Umdenken im Musicbusiness zu bewirken, und einen Standard für Dynamische Musik zu schaffen. Mit dem Dynamic Range Meter bietet die Foundation eine Hilfe zur Kontrolle der Dynamik von Tracks und Alben.
Der in Dynamic Range angegebene Wert des Plug Ins soll später als wünschenswerter Industriestandard etabliert werden.
Was sagt ihr dazu?
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Ich denke, sowas ist für leute interessant, die dem Trend ohne nach zu denken gefolgt sind. Vielleicht hilft das den Radiosendern und den Produzenten (Spacken) um klar zu kriegen, was wichtiger ist als den “dicksten” sound zu haben.
Hi Michpack!
Wäre auf jeden Fall wünschenswert. Aber wie siehst du das, du Produzierst ja selber, fühlst du dich nicht in einem Zugzwang beim Sound mitzuhalten? Mir ist aufgefallen, daß viele Leute davon ausgehen das Laut = Besser produziert ist. Ich meine früher war es normal das man mal den Lautstärke Knopf benutzen musste
Zur Aufklärung für die Konsumenten finde ich die Idee ein Logo einzuführnen, wie es die Pleasurize Music Foundation vorschlägt, sehr gut! Klärt mal die Kids und deren Eltern schön auf, das is wichtig!
JA ich würde sagen, wir als koole typen fühlen den scheiß ja sowie so auf ner ganz anderen ebene. Klar ne bei Tanzbarer Musi ists dick nen gewissen Druck und ne Fülle zu haben, wo man auch mal nen Bass im Körper spührt. Aber wir Kollegen sind weit davon entfernt unüberlegt aus nem fertigen Stück noch mal alles rauszuholen. Raus holen im warsten sinne des Wortes.
Peace
Eine andere, von Charles Dye, John Ralston und Allen Wagner gegründete Initiative dieser Art ist Turn Me Up!
http://www.turnmeup.org/
[...] Über die Pleasurize Music Foundation und ihr Anliegen haben wir ja bereits geschrieben. [...]
Aufklärung ist auf jeden Fall sehr wichtig. Nur, wie kann man nun producer & z.t.auch namhafte Studios nun dazu bewegen einen guten DR einzuhalten? Viele Producer haben in der heutigen Zeit ihr Gehör verloren, leider läßt sich wie ich meine der Trend weg vom sehr lauten Master nur schwer stoppen.
Es werden sich wohl dann Gragen häufen wie \"Wie & mit was kann ich denn Dynamik Range machen…\", hurz…
Ich weiß.
Nun ja wenn sich die Konsumenten einem Produkt verweigern, muss die Industrie (und somit die Produzenten) einlenken und den Bedürfnissen ihrer Käufer entgegen kommen… die Macht liegt bei uns etwas zu bewegen!
Mittlerweile ist es ja so das wieder mehr zum Volume-Knopf gegriffen wird weil Tracks teilweise so laut sind, daß sie beim Hören leiser gemacht werden müssen… Paradoxer Weise… ist ja selbst beim Fernsehen so. Teilweise sind die Lautheitsunterschiede der Sender so extrem das man nur noch am Nachregeln ist.
Es muss halt ein Bewusstsein bei der breiten Masse der Hörerschaft für dieses Thema geschaffen werden.
Tischmeyer erzählt ein wenig über die Pleasurize Music Foundation und das Dynamic Range Meter auf der Musikmesse’09