Leider herrscht in der Musikindustrie seit einigen Jahren das Gesetz der Lautheit. Dieser so genannte “Loudness War” führte seit Einführung der CD und entwicklung digitaler Masteringverfahren, die gegenüber analogem Equipment extremste Einstellungen realisierbar machten, zu immer lauteren Tracks denen jedoch immer mehr die Dynamik fehlt. Doch gerade die Dynamik ist es die ein Arrangement und das Soundbild ausmacht.

Die Pleasurize Music Foundation hat sich zum Ziel gesetzt ein Umdenken im Musicbusiness zu bewirken, und einen Standard für Dynamische Musik zu schaffen. Mit dem Dynamic Range Meter bietet die Foundation eine Hilfe zur Kontrolle der Dynamik von Tracks und Alben.

Was macht das DYNAMIC RANGE METER?

Es zeigt die einer Aufnahme innewohnende Dynamik in ganzzahligen Werten an.
Für die Techniker unter uns ist es die durchschnittliche kumulative Differenz zwischen Peak und Lautheit (RMS) bezogen auf ein Zeitfenster (Songlänge oder Tonträgerlänge) als ganz-zahliger Wert in Dezibel. Ein analysierter Song oder Tonträger hat beispielsweise mit DR4 (DYNAMIC RANGE 4) einen genutzten dynamischen Bereich von 4 Dezibel.Das ist sehr wenig und die Musik scheint oberflächlich druckvoll, ist bei näherem Hinhören jedoch verzerrt, aufdringlich und neigt dazu, den Hörer bei längerem Hörgenuss agressiv zu machen. Ein derartiges Master lässt sich äußerst schlecht und nur unter Inkaufnahme erheblicher klanglicher Verschlechterung im Radio abspielen oder in ein mp3 wandeln.

Der in Dynamic Range angegebene Wert des Plug Ins soll später als wünschenswerter Industriestandard etabliert werden.

Was sagt ihr dazu?




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  1. Das Dynamic Range Meter wurde veröffentlicht! Über die Pleasurize Music Foundation und ihr Anliegen haben wir ja bereits geschrieben. Nun ist es soweit und ihr könnt das Dynamic Range Meter hier...
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9 Kommentare zu “Bitte mehr Dynamic Range?”

  1. Michpack sagt:

    Ich denke, sowas ist für leute interessant, die dem Trend ohne nach zu denken gefolgt sind. Vielleicht hilft das den Radiosendern und den Produzenten (Spacken) um klar zu kriegen, was wichtiger ist als den “dicksten” sound zu haben.

  2. Bodicker sagt:

    Hi Michpack!
    Wäre auf jeden Fall wünschenswert. Aber wie siehst du das, du Produzierst ja selber, fühlst du dich nicht in einem Zugzwang beim Sound mitzuhalten? Mir ist aufgefallen, daß viele Leute davon ausgehen das Laut = Besser produziert ist. Ich meine früher war es normal das man mal den Lautstärke Knopf benutzen musste ;)

  3. A Strange Guy Mochocho sagt:

    Zur Aufklärung für die Konsumenten finde ich die Idee ein Logo einzuführnen, wie es die Pleasurize Music Foundation vorschlägt, sehr gut! Klärt mal die Kids und deren Eltern schön auf, das is wichtig!

  4. Michpack sagt:

    JA ich würde sagen, wir als koole typen fühlen den scheiß ja sowie so auf ner ganz anderen ebene. Klar ne bei Tanzbarer Musi ists dick nen gewissen Druck und ne Fülle zu haben, wo man auch mal nen Bass im Körper spührt. Aber wir Kollegen sind weit davon entfernt unüberlegt aus nem fertigen Stück noch mal alles rauszuholen. Raus holen im warsten sinne des Wortes.
    Peace

  5. Bodicker sagt:

    Eine andere, von Charles Dye, John Ralston und Allen Wagner gegründete Initiative dieser Art ist Turn Me Up!

    http://www.turnmeup.org/

  6. [...] Über die Pleasurize Music Foundation und ihr Anliegen haben wir ja bereits geschrieben. [...]

  7. .reEto sagt:

    Aufklärung ist auf jeden Fall sehr wichtig. Nur, wie kann man nun producer & z.t.auch namhafte Studios nun dazu bewegen einen guten DR einzuhalten? Viele Producer haben in der heutigen Zeit ihr Gehör verloren, leider läßt sich wie ich meine der Trend weg vom sehr lauten Master nur schwer stoppen.

    Es werden sich wohl dann Gragen häufen wie \"Wie & mit was kann ich denn Dynamik Range machen…\", hurz…

    Ich weiß.

  8. Bodicker sagt:

    Nun ja wenn sich die Konsumenten einem Produkt verweigern, muss die Industrie (und somit die Produzenten) einlenken und den Bedürfnissen ihrer Käufer entgegen kommen… die Macht liegt bei uns etwas zu bewegen!

    Mittlerweile ist es ja so das wieder mehr zum Volume-Knopf gegriffen wird weil Tracks teilweise so laut sind, daß sie beim Hören leiser gemacht werden müssen… Paradoxer Weise… ist ja selbst beim Fernsehen so. Teilweise sind die Lautheitsunterschiede der Sender so extrem das man nur noch am Nachregeln ist.

    Es muss halt ein Bewusstsein bei der breiten Masse der Hörerschaft für dieses Thema geschaffen werden.

  9. A Strange Guy Mochocho sagt:

    Tischmeyer erzählt ein wenig über die Pleasurize Music Foundation und das Dynamic Range Meter auf der Musikmesse’09

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Mururoar: A Strange Guy Mochocho & Bodicker. 2 Musik produzierende Nerds die seit ca. 2006 zusammen mucken. A`S.G.M.`s Background ist der des DJs und Beatsmiths, Bodicker ist Producer und Grafiker. Beide starteten bereits Mitte der 1990er in verschiedenen Projekten (von Metal über Hardcore hin zum Hip Hop) mit der Musik. 2008 ging das Mururoar Blog an den Start um ihre subkulturellen Impressionen fest zu halten.

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