In dieser Tutorialreihe werde ich den Technics SL 1210 mkII mal näher unter die Lupe nehmen. Einstellungen rund um den 1210er und Zweckentfremdung als Musikinstrument werden hier Thema sein.
HEUTE als erstes….
Damit ihr immer dasselbe feeling an jeden Technics habt, gibt es einige grundlegende Einstellungen auf die ihr achten solltet. Als erstes wäre da die richtige Einstellung des Gegengewichtes vom Tonarm & die Antiskatingeinstellung.
Auflagekraft
Um die optimal gewünschte Auflagekraft an eurem Nadelsystem einzustellen, könnt ihr euch natürlich an die Herstellerangaben eurer Nadelsyteme halten. Wäre ein optimaler Mittelweg im Verhälnis zwischen Nadelverschleiß, Plattenverschleiß und Rillenhaftung. Welches Verhältnis gewünscht ist kommt auf den persönlichen Mixsytle des jeweiligen DJs an!
Beim Scratchen & Beatjuggling z.B. ist eine sehr gute Rillenhaftung von Nöten. Es wird also mit mehr Auflagekraft am Nadelsystem gearbeitet, was natürlich zu höheren Nadel-und Plattenverschleiß führt.
Jeder für sich muss entscheiden was ihm/ihr mehr wert ist, Rillentreue oder weniger Verschleiß an Nadel und Vinyl.
Grundlegend gilt:
niedrige Auflagekraft – weniger Verschleiss, schlechtere Rillenhaftung, Nadel springt öfters
hohe Auflagekraft – höherer Platten/und Nadelverschleiß, Nadel hält besser in der Rille
Balanciert als erstes den Tonarm aus, bis dieser in Schwebe steht. Natürlich mittels drehen am Gegengewicht.
Rechts drehend = mehr Gewicht
Links drehend = weniger Gewicht
Bleibt der Tonarm in der Swebe dreht das Skalenrad mit den Zahlen auf Null. Orientiert euch an der Kerbe!
Von diesem Punkt aus habt ihr null Gramm Auflagekraft. Wenn ihr jetzt das Gewicht nach rechts auf 0.5 dreht habt ihr also 0,5g Auflagegewicht usw…
Persönlich benutze ich 2.5g Auflagegewicht, wenn es härter zur Sache geht auch mal 3 – 3,5 gramm.
Antisakting
Der Anti-Skating-Mechanismus eines Tonarms gleicht eine zur Mitte des Plattentellers gerichtete Driftingkraft bei Tonarmen aus…via wikipedia
Richtig eingestellt hilft Antiskating also ein weinig bei der Rillentreue, sorgt für einen besseren Sound und weniger Verschleiß.
Eigentlich braucht es eine Testplatte mit einem Mono Signal, welches stetig lauter wird um das Antisakting richtig einzustellen. Stimmt die Antiskating Kompensation, verzerren beide Kanale eurer Anlage zur gleichen Zeit, wenn ihr die Testplatte abspielt. Stimmt die Kompensation nicht, wird entweder der linke oder der rechte Kanal zuerst klirren.
Habt ihr keine Testplatte, gibt es auch noch eine recht einfache Möglichkeit das Antiskating grob einzustellen. Diese reicht meiner Meinung nach für DJs völlig aus. Wir wollen ja auch mixen, cutten und juggeln
…& den Unterschied zwischen falsch/richtig eingestellten Antiskating hört meist nur wer ein geschultes Ohr hat. Beim Mixen werdet ihr den Unterschied auch nicht bemerken. Aber vorenthalten will ich euch den Tip nicht…
Ihr braucht dafür eine Platte mit einer ungeschnittenen Seite, sprich ohne Rillen. Hoffentlich habt ihr die?
Diese legt ihr auf den Teller.
Setzt die Nadel in der Mitte der Platte auf und dreht das Antiskating auf 3
Wenn ihr auf Start drückt passiert folgendes…die Nadel zieht nach außen!
Wenn ihr das Antiskating auf Null stellt zieht die Nadel nach innen!
Ihr müsst jetzt nur noch so lange am Antiskatingrad drehen bis die Nadel in der Mitte läuft! Setzt ruhig zwischendurch erneut die Nadel auf um zu sehen ob die Nadel wirklich in der Mitte bleibt.
…Tja, das war es für’s erste!
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